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Golfturnier - wie bereite ich mich vor

Wer in Deutschland auf den Golfplatz geht, der spielt nach seinem Handicap, dass einzig und allein in einem Turnier ermittelt wird. Die EDS-Runden sind bei uns eher selten. Im Ausland wird jede Golfrunde gezählt, wenn man das denn möchte. Der Kampf um die Punkte kann aber zum echten Stress ausarten, wenn man vor den Golfturnier auf der Drivingrange merkt, dass es heute mal garnicht so läuft und man besser doch gestern Abend den Spätfilm konsumiert hätte und heute lieber ausschlafen würde, statt hier auf der Drivingrange zu stehen und sich bis auf die Knochen zu blamieren. Wer kennt das nicht: der Erste Ball geht etwa einem Meter hoch, der Zweite verzieht dermaßen nach Links, dass man meinen könnte Kaptain Hook persönlich würde an der Drivingrange zuschauen. Als dritten Golfschlag kommt noch das Hamstergrab, das so groß ist, dass eine ganze Hamsterherde darin begraben werden könnte. Und jetzt gehen die Nerven voll Stoff auf Crash.

Schatten

Nicht verzagen, wir haben da einige Tips, unter anderen auch von Herrn Jörg Vanden Berge, die eigentlich helfen müßten Ruhe in die Vorbereitung zu bringen:

Als erstes solltest Du Dir genug Zeit nehmen und nicht erst 15 Minuten vor der Teetime auf der Drivingrange erscheinen. Auf der Drivingrange solltest Du als erstes einige Dehnübungen machen um Deine Muskulatur auf das vorzubereiten, was danach auf sie zukommt. Ach, das machst Du nie! Selbst Schuld, schlag halt weiter Hamstergräber aus dem Boden..

Nein, Spass kommt erst auf, wenn Du die Sache ruhiger angehst. Also Dehnübungen, so ca. 5-10 Minuten und dann nimm Dir mal 50 bis 70 Bälle aus dem Automaten, aber nicht alle wegknallen was das Zeug hält. Schlage Deine ersten Bälle mit dem Pitchingwedge mit halbem bis 3/4 Schwung, Das hilft Dir einen guten Treffermoment zu finden und Ballgefühl zu bekommen. nach 6-9 Schlägen wechselst Du und nimmst einen längeren Schläger in die Hand. Konzentriere Dich auf den Druck deines Griffes und versuche den Rhytmus zu finden. nicht so sehr darufholzen. Rhytmus ist der Schlüssel zum Handicapschwund! Wenn Du alle Schläger durch hast, so nach 30 Minuten (ja so lange kann man sich dafür schon Zeit nehmen, wenn man nicht voll losklotzt!) sollten Deine Bälle alle sein und du gehst zum Puttinggreen. Hier solltest Du aus 10 - 15 Meter aufs Grün chippen. Dafür sollten 10 Minuten eingeplant werden.

Und der Bunker wäre danach eine gute Ergänzung mt ca. 10-12 Schlägen, um die Beschaffenheit des Sandes zu prüfen. Der Bunker liegt Dir nicht? Da es zu spät ist, jetzt noch den Pro um eine letzte Ölung zu bitten, kannst Du auf den Bunker verzichten. Aber denke daran, eine Stunde Bunker-Unterricht mit Deinem Pro, um die Unsicherheit zu verlieren, hilft fast immer. Besser in den Tagen vorher fleißig Bunker üben, als sich vor dem Turnier mit erbärmlichen Bunkerschlägen die Ruhe zu verderben. Nimm auf der Runde dann lieber einen Schläger weniger und lege den Ball vor dem Bunker ab, als sich einen Namen als Sandgräber zu machen.

Puttinggreen

Zum Schluss auf das Green und hier kannst Du mit drei Bällen auf unterschiedliche Ziele gehen, oder Du nimmst Dir etwas mehr Zeit und spielst mit einem Ball auf ein 10-12 Meter entferntes Übungsloch. Du zählst jedes Loch, das Du mit einem oder mit zwei Schlägen puttest. Wenn Du schon einige hintereinander so geputtet hast und brauchst bein mächsten Mal drei Schläge, musst Du mit zählen wieder von vorne beginnen. Versuche in kurzer Zeit 5 - 10 Mal hintereinander ins Loch zu kommen. Die Guten machen das in 10 Minuten glatte 18 Mal! So bekommst Du ein Gefühl für die meisten Schläge, die vor Dir liegen und wirst selten mehr wie 2 Putts benötigen, da Du eine Menge Gefühl für die Grüns bekommst.

Und ein Tipp der Redaktion: Nimm am ersten Abschlag Deinen Lieblingsschläger, auch wenn er nicht unbedingt der Längste ist. Ein ersten geiler Abschlag ist durch nichts zu ersetzen!

Golfplatz Belek

Schönes Spiel, und jetzt klappte es auch mit den HCP!

Eure Redaktion