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Ryder Cup 2012 - Sieg am letzten Tag

Der Ryder Cup 2012 war eine Blamage für die USA!

Obwohl Europa nach den ersten 4 Tagen mit 10 zu 6 hinten lag und eigentlich keiner mehr einen Cent auf die Europäer setzen wollten, konnten die Euros das Blatt wenden.


Es war verdammt spannend und wer keine Chance hatte Sky zu sehen war echt in den A.. gekniffen.
Als die ersten 6 Flights durch waren, hatten die Europäer 5 Punkte geholt. Der Schock saß. Das Match war völlig ausgeglichen. Nun wurde langsam klar, dass die USA die größte Schlappe auf eigenen Boden erleiden konnten. Trotzdem wurden immer wieder seitens der Regie in den USA die Ergebnisse hochgerechnet und die USA darin als prognostizierter Sieger dargestellt. Doch es sollte anders kommen und wie!


Es stand 13 zu 13 und die Führung wechselte immer wieder in den letzten beiden Flights. Martin Kaymer im Vorletzten konnte sich nicht absetzen gegen Steve Stricker. Stricker, einer der besten Putter der Welt war auf den Grüns kaum zu schlagen. Kaymer lag in Führung und setzte auf der 13 seinen Schlag voll ins Wasser. Seinen Vorsprung von 1 up verlor er dadurch natürlich und auf der 14 holte er sich den Vorsprung wieder zurück. Stricker konterte erneut und es lag nach der 15 wieder all square.


Die 16 spielten beide im Par und auf der 17 dann endlich wieder die Führung mit einem Birdie auf dem Paar 3 Loch ging Martin Kaymer auf die 18 mit 1 auf. Er zückte den Driver und es kann was kommen musste: Der Drive landete im Bunker und es waren noch ca. 150 Meter aufs Grün. Wunderbar spielbar. Der Ball von Stricker kam mitten auf den Fairway zur Ruhe und war hervorragend spielbar. Martin musste zuerst spielen und der Ball flog fast links hinten in den Bunker. Zum Erstaunen aller sprang er aber nach rechts weg, obwohl der Grün an dieser Stelle nach links unten hing. Aber er war weit weg! Stricker bekam seinen Ball nicht aufs Grün, aber dafür relativ nahe zum Loch. Martin war als erster am Putten. Der Ball war zu schnell, obwohl auf der richtigen Linie war, rollte dann aber weit, ca. 3-4 Meter über das Loch hinaus. Stricker brauchte 2 Putts und hatte eine 4 auf der Scorekarte! Martin Musste also den Ball versenken, denn er konnte sich nicht mit einem halben Punkt zufrieden geben. Nur der volle Punkt brachte sein Team auf 14 Punkte und damit konnte Europa den Pott behalten. Die Nerven lagen blank. Olazabal, als Captain der Mannschaft ging er mit dem letzten Flight mit, konnte gar nicht mehr hinsehen, wenn Molinari zum Putt ansetzte. Aber Molonari puttete gut. Er brachte Woods immer wieder zur Verzweiflung. Nur Lag Molinari nach der 17 mit 1 down. Woods konnte den Sack zu machen, wenn er den ganzen Punkt mit nach Hause nahm.


Also, auf Martin Kaymers Schultern lag die ganze Last der Nation. Was sage ich, nicht nur der Nation, nein, der ganz Europas. Wenn er den Putt macht, dann wird er ein Held und wenn er ihn vorbeischiebt, dann ist er der Arsch. Genauso erging es damals Bernhard Langer. Er schob den Ball am Loch vorbei und Europa hatte verloren. Nun war Martin ja schon aufgrund seiner schlechten Saisonergebnisse so gerade ins Team gerutscht und hatte am ersten Tag im Teamspiel schon einmal verloren. Alle diese Gedanken gingen seinen Kameraden durch den Kopf und man sah in den Gesichtern seiner Teamkollegen das blanke Entsetzen. Garcia war wie versteinert. Seine Augen stierten gerade auf den Ball. Seine Augen traten richtig aus den Höhlen. Kaymer ging an den Ball. Leicht rechte Lochkante anhalten und dann rein, dachte er sich wohl. Der Ball ging so schön rein, wie er nur reingehen konnte. Kamer ist halt ne coole Sau! Wie bei seinem Major Sieg hat er ihn verdammt ins Loch gespielt und nicht mit voll geschissener Hose daneben! So wollten wir Ihn sehen!


Aber dann ging es erst richtig ab. Nachdem er seinen Erfolg realisiert hatte, sprang er seinen Kameraden entgegen und in die Arme. Minutenlang waren alle, von den Mitspielern bis zu den Reportern auf den 18-ten Grün unterwegs. Und hinten standen Woods, der 1 auf führte und Molinari und mussten warten, bis das Grün wieder frei wurde. Ich glaube Woods hat da schon völlig resigniert. Er verlorene Cup war ihm anzusehen. Er hat zwar noch das Loch wie ein echter Mann zu Ende spielen wollen, aber nachdem er auch noch schlecht puttete, schenkte er Molinari den letzten Putt, der noch weit vom Loch weg war und vergab damit seine Führung zum geteilten Match. Weiter spielen machte da keinen Sinn mehr und Molinari das Loch zu schenken war sportlich fair.


So siegten Die Europäischen Ryder Cup Mannschaft 2012 mit 14,5 zu 13,5 Punkten und nahmen den Cup wieder mit nach Hause. In zwei Jahren geht’s dann in Europa wieder an den Start. Dann zocken wir die Amis wieder richtig ab :-)

Euer Team von die Jugend golft.com