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Golfschläger Fitting

Golfschläger Fitting – Ein Selbstversuch beim Profi.

Golfschläger


Wer Golf spielt, hat sich bestimmt schon mal gefragt, ob sich das Fitten der Golfschläger wirklich lohnen könnte. So erging es mir auch und deshalb habe ich den Schritt gewagt und bin zum Schlägerfitting gegangen.
Vorher stellt man sich natürlich die Frage, wie gut ist man und wie gut sollte der Schläger sein, den man benötigt, um endlich neidvolle Blicke auf sich zu ziehen, wenn die weiße Kugel durch einen lässigen Schwung am Horizont verschwindet, sodass man das Gefühl des versteckten Hochmutes in den Adern pulsieren lassen kann, während die anderen Mitspieler ungläubig und mit eingezogene Kopf Ihrem eigenen Unvermögen ausgesetzt ans Tee treten..
OK, wir sind ja alle anders gestrickt und ich hoffe, das keinem beim Lesen dieses Textes die Vorfreude auf eine solche Situation schon am Bein herunter gelaufen ist.

Es gibt in Deutschland eine Menge Clubfitter. Ich bin zu Bob & Son (Bob und Sohn) gegangen, weil er halt einen guten Ruf hat, zentral in Bottrop im Gebäude der Sports Arena seinen Laden eingerichtet hat und ich dort schon mal Hallo gesagt hatte, als ich einen kurzen Bericht über die Sports Arena geschrieben hatte. Außerdem vertreibt Bob mit seinem Sohn auch Kinderschläger der Marke Kids Golf und was lag da näher als mal bei Bob zu probieren, wie effektiv seine Schwunganalyse und die Ergebnisse, sprich Schläger hinterher sind. Gut Kinderschläger sind mir zwei Nummern zu klein, aber es gibt ja nicht nur Kinderschläger in seiner Schlägermanufaktur. Also machte ich einen Termin und um 18 Uhr ging es dann zur Sache.
Schon beim Einschlagen merkte ich, dass die Vorstellung, wie der eigene Schwung beurteilt wird, nicht mit der Realität übereinstimmte.
Erst einmal war ich etwas enttäuscht. Kein Lob für meinen schönen Schwung (kann ich den Ball mit dem Eisen 9 doch so 130 Meter auf die Reise schicken) – Dein Schwung gefällt mir überhaupt nicht – Typischer Hooker – Du schwingst zu flach und so weiter.. Na ja, das sagt mein Trainer ja auch schon mal zu mir. Auch keine Computer gestützte Analyse meiner krüppelhaften Versuche den Driver, den er mir nach dem Einschlagen in die Hand drückte, mit meinem Schlag zu analysieren. Ein kleines Gerät, seitlich vor mir aufgestellt, ermittelte nun gnadenlos meine Schwunggeschwindigkeit.


Nicht sehr konstant, aber nach 10 Schlägen mit durchschnittlich 97 Meilen (156 Km/h) so schlecht nun auch wieder nicht. Alles was Bob sah floss schnell in seine Überlegungen ein. Also legte er einen Schaft und einen Driverkopf auf den Tresen und sagte mir, dass er mir diesen hier zusammen bauen würde. Dieser Schläger könnte mir viel Spaß machen und zu meinem Schwung ganz gut passen. Dann wurde noch meine Griffstärke überprüft und zum Testen verschiedene Griffe beim Schlagen ausprobiert. Nicht lange gefackelt und der Schläger wurde zusammen gebaut, das Gewicht ausgependelt, die Grifflänge noch einmal überprüft und nach kurzer Zeit und dem Austauschen von Golf-Anekdoten während des Zusammenbaus war das Wunderwerk fertig. Ohne den Schläger zu testen, aber nicht ohne ihn vorher zu bezahlen zog ich von dannen. Bobs Antwort auf meine Frage, ob ich ihn zurück bringen könnte, wenn er nicht gut wäre noch im Ohr, verließ ich den Laden.
Was Bob noch zu mir gesagt hat? Es klang so: „Ich möchte doch, dass Du mit einem Lächeln beim nächsten Mal in meinen Laden zurück kommst.“ Und das mit einem Lächeln in seinem Gesicht..

Am nächsten Tag war Freitag. Nach der Arbeit wollte ich eigentlich gleich zum Golfplatz. Leider ist mir was dazwischen gekommen. Also, Samstag mit Freunden eine Runde drehen, ohne den Schläger hinreichend testen zu können, behagte mir auch nicht gerade. Aber 20 Minuten Zeit zum Einschlagen hatte ich dann doch.

KZG-Driverkopf
Der erste Schlag lockte mir ein Lächeln ins Gesicht. Schnurgerade und 210 Meter! Und ich hatte wirklich noch nicht oft mit einem Driver geschlagen, weil mir der Callaway FTi einfach zu laut war, den ich schon aus meinem Bag verbannt hatte.
Schnell noch einen Ball aufgeteet und noch mal 200+. Ich wollte mein Glück nicht überstrapazieren und nahm das Hybrid 3 wieder in die Hand. Ok. 175 Meter + roll. Also noch ein paar Mal mit den Driver gen Drivingrangeende Bälle gekloppt und zuletzt sogar im Wald versengt. Das sollte viel Spaß für die Runde bedeuten. Und so war es auch. Der Platz spielte sich jetzt viel kürzer. Eine Verbesserung des Scores sollte wohl diese Saison drin sein. Die Drives gingen zwischen 200 und 230 Metern herunter. Was echte Profis wohl mit so einer Waffe zustande bringen? Ich lag an Stellen, an denen ich noch nie mit meinem Ball gelegen hatte. Fast immer gerader Ballflug, trotz starkem Wind.
Wenn ich das nächste Mal zu Bob in den Laden gehe, dann mit dem fettesten Grinsen, dass sich auf meinem Gesicht breit machen kann. OK, 460 € sind kein Pappenstiel, aber meine beste Geldanlage in letzter Zeit. So ein Driver macht einfach mehr Spaß als Geld auf der Bank! Und es sagt mir, dass Erfahrung das A und O des guten Clubfitting ausmacht. Radar-Unterstützung ist nur ein Aspekt. Können und Beurteilungsvermögen kann das nicht ersetzen. Jahrelange Erfahrung als Clubfitter ermöglichen Bob und seinem Sohn jedem den richtigen Schläger zu bauen. Mein Entschluss steht fest. Meine nächsten Eisen kommen vom Clubfitter. Auch wenn die Marken, die dort verkauft werden, fast jedem unbekannt sind.

Am Ende der Runde habe ich dann mein wohlverdientes Getränk die Kehle runterlaufen lassen, das der Verlierer der Runde dem Gewinner bezahlen musste. So gesehen macht sich die Investition doch mit der Zeit bezahlt ;-)
Bobs Adresse: Südring 79 in 46242 Bottrop, Tel. 02041-7712550 www.bobundsohn-golf.de Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Für die Redaktion die-jugend-golft.com
Michael

Funktionsbekleidung

Wer sich noch nicht mit dem Thema befasst hat und immer noch in Baumwolle auf den Golfplatz geht, der sollte sich die nachfolgenden Informationen genauer durchlesen. Für die Profis unter euch können die Infos eventuell nützlich sein günstiger an bestimmte Teile zu gelangen.

Fangen wir mit dem an, was auf der Haut liegt:



Wie jeder weiss, ist Schwitzen eine der unausweichlichen Unannehmlichkeiten beim Golfsport. Der eine schwitzt etwas mehr als der andere, aber ohne kann dieser Sport einfach nicht ausgeübt werden. Durch das Schwitzen bildet sich ein Schweissfilm auf der Haut, der durch Verdunstung für Kühlung und somit für eine konstante Körpertemperatur sorgt. Dies ist so lange auch OK, so lange man auf gleichem Niveau Energie erzeugt. Das soll heißen: solange zuviel Wärmeenergie durch ständige, gleichmäßige Kühlung der Haut ausgeglichen wird. Wird diese Energieerzeugung beendet ( am 18. Loch... ), kühlt die Haut aus, weil der Schweissfilm weiterhin auf der Haut liegt. Jeder kennt das Phänomen nach dem Sport: wenn man sich nicht duschen konnte, beginnt das Frieren.


Baumwollbekleidung hat erst einmal einen netten Effekt. Die Baumwolle saugt den Schweiss von der Haut auf. Somit bleibt weniger Schweiss auf der Haut zurück, die zu Unterkühlung beitragen könnte. Das liegt an dem Hohlraum, der in der Baumwollfaser von Natur aus vorhanden ist. Nun hat sich die Bauwollfaser vollgesaugt und der Schweiss muss jetzt verdunsten, um wieder neuem Schweiss (Feuchtigkeit) Platz zu machen.


Beim Golfspielen produziert der Körper aber leider mehr Schweiss als die Baumwolle aufnehmen kann, bzw. die Feuchtigkeit braucht sehr lange bis sie verdunstet ist, weil die Baumwolle sie quasi festhält. In der Folge bleibt das Shirt nass und kühlt weiterhin den Körper. Unterkühlungen und Erkältungen sind schon mal die Folge. Nachlassende Beweglichkeit kommt hinzu. Rückenschmerzen können schneller beginnen und die Muskeln arbeiten nicht mehr im optimalen Wärmebereich, was Kraftverlust bedeutet.



Moderne Funktionstextilien beruhen auf folgenden Grundlagen:

Die heutigen synthetischen Fasern sind extrem fein geworden. Früher wurde ein syntetisches Garn aus wenigen Einzelfilamentengarnen zusammengedreht. Man muss sich vorstellen, dass z.B. 12 feine Fasern ein Garm in einer Stärke von 100 den (Denier) ergeben haben. Mittlerweile sind die Einzelfilamente so fein geworden, dass wir Garne im Sportbereich von 100 den mit 144 Filamenten benutzen.


Ausgehend von der Betrachtung der Oberflächen der alten Garne (100 den mit 12 Filamenten) hat sich bei den neuen Garnen die Oberfläche, die in einem Garn vorhanden ist, um ein vielfaches erhöht. Dazu kommt auch, dass synthetische Fasern keine Feuchtigkeit aufnehmen. Und genau diese beiden Eigenschaften helfen einem Sportler zu besseren Leistungen!


Warum ist das so? Ganz einfach erklärt: Aufgrund der feinen Filamente entsteht eine Art Löschblatteffekt. Dieser Effekt saugt den Schweiss von der Haut. Die im Garn vorhandene höhere Oberfläche (die Oberfläche ist gegenüber Baunwollgarnen extrem erhöht) verteilt die Feuchtigkeit auf ein größeres Flächenvolumen, was zu einer schnelleren Verdunstung führt. Es kann somit öfter und mehr Schweiss von der Haut wegtrasportiert werden. Die Kleidung fühlt sich weniger nass an, wenn man sich auf der Drivingrange eingeschlagen hat, bzw. ist schneller wieder trocken. Die Muskulatur bleibt warm und der Mensch ist leistungsfähiger ohne weiteres Verletzungsrisiko, denn warme Muskulatur verletzt sich nicht so schnell. Muskelkater und Muskelfaserrisse treten in geringerem Maße auf.

Jetzt sollte dir das Grundprinzip erst einmal klar sein. Aber es geht noch viel weiter. Du hast zum Beispiel eine Funktionsjacke gekauft. Super! Aber mit einem Baumwollshirt darunter ist das so gut wie für die Katz. Warum ist das so?

Die Verdunstung, die aufgrund der Mikroporen im Jackenmaterial in Form von Wasserdampf (Verdunstung = Wasserdampf) schnell nach außen dringen könnte, wird überhaupt nicht ausgenutzt. Die Jacken hätten eine höhere Verdunstungskapazität! Nun benötigt die Baumwolle aber eigentlich viel Wind um schneller abtrocknen zu können. Wegen des Windes zieht man aber eine Jacke an!. Folglich bleibt das Baumwollshirt länger nass als gewollt. Auf einem synthetischen Shirt verdunstet der Schweiss schneller und kann durch die Mikroporen der Jacke nach außen dringen. Die Nässe staut sich somit nicht unter der Jacke und der Körper kühlt nicht aus und fühlt sich trockener an.


Bei heißem Wetter helfen die heutigen Funktionsshirts, die aus Coolmax, Topcool oder anderen Materialien wie Tactel etc. hergestellt werden, den Körper trockener und nicht so schweissnass wie Baumwolle zu halten.


Polyestergarne stinken! Das weiss eigentlich jeder. Aber warum? Weil Polyester auf Essigbasis hergestellt wird. Polyamidgarne riechen bei weitem nicht so schnell nach Schweiss.

Auch gegen den eigentlichen Schweissgeruch hat die Textilindustrie ein Gegenmittel gefunden. Es heißt Silberionisierung. Mit Silberionen (Silbersalzen) ausgerüstete Textilien verhindern die Bakterienvermehrung auf dem Shirt und der Haut, die für den Geruch mit verantwortlich ist. Die Silberionen haften fest an den Garnen und können so gut wie nicht ausgewaschen werden. Die Geruchsbeseitigung ist somit dauerhaft und umwelt.- und hautverträglich.
Diese neuen Garne können auch nicht kratzen, weil sie so fein geworden sind - feiner als die feinsten Tierhaare - und wen kratzt schon ein Kaninchenhaar? Neue Funktionsgarne kratzen nicht!
Wenn du wirklich darüber nachdenkst, solltest du es mal mit Funktionsware probieren. Auch wenn du mich jetzt beschimpfst, aber die beste Adresse zum Testen zum kleinen Preis sind die Discounter wie z.B. Aldi. Hier bekommt man hoch funktionelle Sporttextilien zum kleinsten Preis. Die Winter-Softshell-Laufjacken zum Beispiel sind der absolute Hammer. Für unter 20 Euro gibt es ein Material, dass im Fachhandel eher 149 Euro kostet. Die Herstellung in größerer Menge machts eben billiger. hydophil


Wir, von die Jugend golft.com, werden die Angebote im Auge behalten und beizeiten Tips geben, wann sich was lohnt. Immer hier auf dieser Seite.

Eure Redaktion